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Nebula Capsule 3 Test - Mini Beamer Laser im Test

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- Name
- Vincent
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- Beamernerd
In diesem Test schauen wir uns den Nebula Capsule 3 an – einen ultrakompakten Mini Beamer, der großes Kino für die Hosentasche verspricht. Mit seiner LED-Lichtquelle erreicht das Gerät eine Helligkeit von 200 ANSI Lumen und projiziert dank nativer Full HD Auflösung ein scharfes Bild auf bis zu 120 Zoll Bilddiagonale. Besonders interessant: Der integrierte Akku sowie die vollautomatische Bildanpassung mit Autofokus machen den Capsule 3 zum idealen Begleiter für mobiles Heimkino. Ob sich der handliche Projektor mit Google TV und AirPlay-Unterstützung auch in der Praxis bewährt und für wen sich die etwa 200 € günstigere LED-Variante gegenüber dem Laser-Modell lohnt, klären wir in diesem ausführlichen Testbericht.
Hauptaussagen
- Der Capsule 3 eignet sich für gelegentliche Heimkino Fans, die Flexibilität und kompakte Abmessungen schätzen.
- Die LED-Version bietet lediglich 200 ANSI Lumen und benötigt eine dunkle Umgebung.
- Die Software mit Google TV ist sehr nutzerfreundlich und unterstützt Netflix, YouTube und Prime.
Nebula Capsule 3 - Testzusammenfassung
Testbericht zum Nebula Capsule 3 – ultrakompakter LED-Mini-Beamer mit 200 ANSI Lumen und integriertem Akku für flexibles mobiles Heimkino.
Gesamtbewertung
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Einleitung
In dem heutigen Testbericht schauen wir uns den Nebula Capsule 3 genauer an. Dieser extrem kompakte Mini Beamer verspricht großes Kino für die Hosentasche und weckt hohe Erwartungen an die mobile Projektion. Wir haben das Gerät intensiv unter die Lupe genommen, um herauszufinden, wie viel Heimkino-Potenzial tatsächlich in dem kleinen Gehäuse steckt.
Aktuell findest du auf dem Markt zwei verschiedene Varianten dieses Modells: den klassischen Nebula Capsule 3 für rund 400 € und den Nebula Capsule 3 Laser für etwa 600 €. Die Preisdifferenz deutet bereits darauf hin, dass es insbesondere bei der Bildleistung merkliche Unterschiede gibt.
Der Hauptunterschied liegt hierbei in der verbauten Lichtquelle. Während die Standard-Version auf eine LED-Technik setzt, nutzt das teurere Modell eine moderne Laser-Lichtquelle. Dadurch erreicht der Capsule 3 Laser eine Helligkeit von 300 ANSI Lumen, während unser Testmodell mit LED-Einheit eine Lichtleistung von 200 ANSI Lumen bietet.
Für diesen Testbericht haben wir uns explizit die LED-Variante angeschaut. Ergo stammen alle gezeigten Bilder sowie unsere praktischen Erfahrungen in diesem Artikel vom regulären Nebula Capsule 3. Wir klären für dich, ob die Leistung für deine Anforderungen ausreicht oder ob du eher zum teureren Bruder greifen solltest.
Erster Eindruck & Design
In unserem heutigen Testbericht schauen wir uns den Nebula Capsule 3 genauer an, der als spannender mobiler Mini Beamer insbesondere durch seine moderne Laser-Lichtquelle besticht. Dieses Gerät verspricht hochwertiges Entertainment im Taschenformat und möchte das Heimkino-Erlebnis flexibel nach draußen oder in andere Räume transportieren.
Schon beim ersten Auspacken fällt uns die extrem kompakte Bauweise ins Auge. Der Beamer ist gerade einmal so groß wie eine Handfläche, was ihn zu einem idealen Begleiter für unterwegs macht. Dadurch kannst du das Gerät problemlos in jedem Rucksack verstauen, ohne dass es viel Platz wegnimmt.

Bei den Beamer-Anschlüssen konzentriert sich Nebula auf das Wesentliche, um das schlanke Design beizubehalten. Wir finden hier einen USB Type-C Anschluss, der sowohl für das Laden des Akkus als auch für den Datentransfer genutzt wird. Zusätzlich stehen dir ein HDMI-Eingang für externe Zuspieler sowie ein AUX 3,5mm Klinkenanschluss für Lautsprecher zur Verfügung.

Ein wichtiger Hinweis für dich: Im Gegensatz zu manch anderen Modellen verfügt der Nebula Capsule 3 Laser über keinen USB Typ-A Anschluss mehr. Wenn du also bspw. einen klassischen TV-Stick betreiben möchtest, solltest du dies bei deiner Planung und dem eventuellen Einsatz von Adaptern berücksichtigen.
Für die komfortable Steuerung liegt dem Paket eine kompakte Fernbedienung bei. Die Einrichtung ist denkbar einfach gehalten: Die Kopplung mit dem Beamer erfolgt schnell und unkompliziert, indem du den Enter-Knopf gleichzeitig mit der Minus-Taste gedrückt hältst. Dadurch ist das System innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit.

Einrichtung & Bedienung
In diesem Abschnitt schauen wir uns an, wie schnell und komfortabel du den Nebula Capsule 3 in Betrieb nehmen kannst. Das Auspacken und Aufstellen gestaltet sich denkbar einfach, da der Beamer über einen integrierten Akku verfügt. Dadurch kannst du das Gerät flexibel positionieren und die erste Einrichtung komplett ohne störende Stromkabel vornehmen.
Da es sich hierbei um einen Standard-Throw-Beamer handelt, solltest du jedoch den nötigen Wandabstand im Blick behalten. Um bspw. eine Bilddiagonale von 100 Zoll zu erreichen, ist ein Abstand von etwa 2,65 m zur Projektionsfläche erforderlich. Für kleinere Räume solltest du dies bei deiner Planung berücksichtigen.
Als Betriebssystem nutzt der kleine Laser-Beamer Android TV mit der Google TV Oberfläche, was grundsätzlich eine intuitive Bedienung verspricht. Bei unserem Testgerät hat die Einrichtung über die Google Home App allerdings nicht funktioniert, da keine Verbindung aufgebaut werden konnte. Wir haben die Installation stattdessen unkompliziert direkt über die Fernbedienung am Beamer vorgenommen, was ebenfalls zügig vonstatten ging.

Besonders positiv ist uns die automatische Bildausrichtung aufgefallen. Der integrierte Autofokus sowie die automatische Trapezkorrektur sorgen dafür, dass das Bild innerhalb weniger Sekunden scharf und rechtwinklig an der Wand erscheint. Falls du das Gerät während des Betriebs bewegst, kannst du die Korrektur zudem jederzeit manuell über die Fernbedienung erneut auslösen.

Ein praktisches Feature erwartet dich bereits bei der ersten Installation, da dir eine Auswahl verschiedenster Apps direkt zur Verfügung gestellt wird. Hier kannst du mit wenigen Klicks festlegen, dass beliebte Dienste wie Netflix, YouTube, Prime Video oder Spotify sofort installiert werden. Dadurch ist dein Heimkino-Setup direkt nach dem ersten Start einsatzbereit, ohne dass du mühsam nach den wichtigsten Anwendungen suchen musst.

Bildqualität
In puncto Bildqualität hat uns der Nebula Capsule 3 durchaus positiv überrascht. Dank der nativen Full HD Auflösung wirken deine Inhalte angenehm scharf und detailreich, was für einen mobilen Projektor dieser Größe eine solide Basis darstellt. Ergänzt wird die Schärfe durch gute Kontraste, die dem Bild die nötige Tiefe verleihen.
Ein Highlight ist hierbei die verbaute LED-Lichtquelle, die für besonders kraftvolle Farben und eine hohe Uniformität sorgt. Mit einer Farbraumabdeckung von 90% P3 liefert der kleine Beamer lebendige Bilder, die weit über das hinausgehen, was man von vielen herkömmlichen Mini-Beamern gewohnt ist. Dadurch wirken insbesondere bunte Animationsfilme oder Naturdokumentationen sehr authentisch auf der Leinwand.
Allerdings müssen wir auch auf eine wesentliche Limitierung hinweisen: Die Helligkeit fällt mit lediglich 200 ANSI Lumen sehr gering aus. Das bedeutet für dich in der Praxis, dass du für ein wirklich überzeugendes Filmerlebnis einen abgedunkelten Raum benötigst. Sobald Restlicht in den Raum fällt, verliert die Projektion spürbar an Brillanz und Details in dunklen Bildbereichen gehen verloren.
Ergo ist der Nebula Capsule 3 vor allem dann eine gute Wahl, wenn du die Lichtverhältnisse kontrollieren kannst. In einer dunklen Umgebung spielt er seine Stärken bei der Farbdarstellung voll aus und bietet dir ein scharfes Bild für den mobilen Einsatz.

Nebula Capsule 3 Bildqualität im "Brightness" Modus

Nebula Capsule 3 Bildqualität im "Eco" Modus
Audio & Betriebslautstärke
In puncto Soundqualität hat uns der Nebula Capsule 3 positiv überrascht. Für ein Gerät mit solch kompakten Abmessungen ist der Klang wirklich gut und bietet eine solide Untermalung für deine Filmabende. Dadurch sparst du dir in vielen Situationen das Mitschleppen von zusätzlichem Equipment.
Solltest du dennoch mehr Power benötigen, ist das Umschalten auf externe Audiogeräte denkbar einfach gelöst. Über einen dedizierten Knopf auf der Rückseite des Gehäuses kannst du den Modus für externe Lautsprecher aktivieren, um bspw. eine Soundbar via Bluetooth zu koppeln. Hierbei zeigt sich die durchdachte Bedienung, die wir bei Nebula-Geräten oft schätzen.

Hinsichtlich der Betriebslautstärke musst du jedoch kleine Kompromisse eingehen, da das Lüftergeräusch durchaus hörbar ist. Mit einem Wert von 28 dB gemäß Datenblatt agiert der Beamer auf dem gleichen Level wie der BenQ GV50. Insbesondere in sehr leisen Passagen ist die Kühlung somit wahrnehmbar, was du bei der Platzierung in deiner direkten Nähe berücksichtigen solltest.
Der Sound des Nebula Capsule 3 ist für seine kompakten Maße sehr gut
Der Sound des Nebula Capsule 3 ist für seine kompakten Maße sehr gut
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Betriebslautstärke des Nebula Capsule 3 im Normalmodus
Betriebslautstärke des Nebula Capsule 3 im Normalmodus
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Mobilität & Akkulaufzeit
Ein wesentlicher Vorteil des Nebula Capsule 3 ist seine hohe Flexibilität, die durch den integrierten Akku ermöglicht wird. Dadurch kannst du den Beamer auch an Orten betreiben, an denen keine Steckdose in unmittelbarer Reichweite ist. Dies macht ihn zu einem idealen Begleiter für spontane Filmabende im Freien oder in Räumen ohne feste Installation.
Der Hersteller gibt die Akkulaufzeit für die Wiedergabe von Videos mit etwa 2,5 Stunden an. In unserem Praxistest hat sich jedoch gezeigt, dass dieser Wert unter realen Bedingungen meist etwas geringer ausfällt. Für einen durchschnittlichen Spielfilm reicht die Kapazität in der Regel aus, bei Filmen mit Überlänge solltest du jedoch sicherheitshalber das Ladekabel griffbereit haben.
Ein wichtiger technischer Aspekt ist hierbei die Helligkeitssteuerung während des mobilen Betriebs. Sobald du den Capsule 3 im Akkumodus nutzt, wird die Lichtleistung der Projektion automatisch reduziert, um die Laufzeit zu optimieren. Insbesondere in Umgebungen mit Restlicht solltest du diesen Helligkeitsverlust einplanen, um weiterhin ein erkennbares Bild zu erhalten.
Die Kombination aus den kompakten Abmaßen und der kabellosen Stromversorgung finden wir dennoch überaus spannend. Es ist denkbar einfach, den kleinen Beamer mal eben zu Freunden mitzunehmen oder ihn flexibel in verschiedenen Zimmern Zuhause einzusetzen. Ergo bietet das Gerät genau die Mobilität, die wir uns von einem modernen Laser-Mini-Beamer versprechen.
Software & Android-TV
Im Bereich der Software setzt der Nebula Capsule 3 auf Android TV in Kombination mit der modernen Google TV Oberfläche. Dies sorgt in unserem Test für eine gewohnt flüssige und intuitive Nutzererfahrung, die du vielleicht schon von deinem Smart-TV zu Hause kennst.
Während unserer Testphase hakte die initiale Einrichtung über die Google Home App zwar an einer Stelle, doch davon abgesehen präsentierte sich das System äußerst stabil. Die Interaktion zwischen dem kompakten Beamer, den installierten Apps und deinem Smartphone verläuft insgesamt sehr nahtlos und frustfrei.
Hierbei greift der Hersteller auf eine Software-Basis zurück, die uns in ähnlicher Form bereits beim BenQ GV50 (Testbericht BenQ GV50) positiv aufgefallen ist. Da dieses System bereits dort gut funktionierte, bietet es auch beim Capsule 3 eine verlässliche Grundlage für dein Heimkino-Streaming.
Ein besonderes Highlight und ein riesiger Vorteil des Nebula Capsule 3 ist die unkomplizierte Verbindung mit Apple-Geräten via AirPlay. Hierfür musst du lediglich die "Nebula Cast" App direkt auf den Beamer herunterladen. Dadurch kannst du dein iPhone oder iPad blitzschnell koppeln und deine Inhalte ohne Umwege projizieren.

Preis & Verfügbarkeit
In puncto Preis-Leistung liefert der Nebula Capsule 3 Laser ein wirklich ordentliches Gesamtpaket ab. Wir finden das Verhältnis zwischen der kompakten Bauweise und dem aufgerufenen Preis fair, allerdings solltest du vor dem Kauf genau abwägen.
Ein zentraler Aspekt ist hierbei der Aufpreis von circa 200 € im Vergleich zur Standard-Variante ohne Laser-Lichtquelle. Wir stellen uns die berechtigte Frage, ob die zusätzliche Investition für ein wenig mehr Helligkeit zwingend notwendig ist. Da der Capsule 3 aufgrund seiner kompakten Maße ohnehin einen abgedunkelten Raum für eine überzeugende Projektion benötigt, relativiert sich der Vorteil der Laser-Technik in der Praxis etwas.
Was die Verfügbarkeit betrifft, hast du derzeit gute Karten, da die Laser-Variante bei mehreren namhaften Händlern gelistet ist. Unser Fokus liegt hierbei jedoch, genau wie bei der herkömmlichen Version, primär auf Amazon. Dort ist die Verfügbarkeit meist am stabilsten und die Abwicklung für dich am unkompliziertesten.
Fazit
Unser Fazit zur Nebula Capsule 3 fällt insgesamt sehr positiv aus, da das Gerät ein wirklich stimmiges Gesamtpaket bietet. Insbesondere das Preis-Leistungs-Verhältnis der LED-Variante konnte uns im Test überzeugen und macht den Beamer zu einer spannenden Wahl für preisbewusste Käufer.
Die Bildqualität sowie die integrierte Software haben uns während unserer Testphase viel Freude bereitet. Besonders hervorzuheben ist die präzise automatische Ausrichtung, wodurch das Bild stets perfekt fokussiert und rechtwinklig erscheint. Hierdurch sparst du dir mühsame manuelle Korrekturen und kannst direkt mit deinem Filmabend starten.
Wir sprechen daher eine klare Empfehlung für gelegentliche Heimkinofans aus, die ein unkompliziertes und mobiles Gerät suchen. Beachten solltest du allerdings, dass du für eine ordentliche Bildgröße ausreichend Platz zwischen dem Beamer und der Wand mitbringen musst. Wenn diese Voraussetzung erfüllt ist, erhältst du einen erstklassigen Begleiter für deine nächsten Movie-Nights.
Häufig gestellte Fragen
Vor- und Nachteile
VORTEILE
- Extrem kompakt mit integriertem Akku für flexible Aufstellung
- Automatischer Autofokus und Trapezkorrektur
- Google TV mit Netflix, YouTube und Prime Video vorinstalliert
- Native Full HD Auflösung mit 90% P3 Farbraumabdeckung
NACHTEILE
- Nur 200 ANSI Lumen – zwingend abgedunkelte Räume erforderlich
- Akkulaufzeit von max. 2,5h reicht nicht für lange Filme
- Lüftergeräusch mit 28 dB in leisen Szenen hörbar
- Standard-Throw erfordert 2,65m Abstand für 100 Zoll Bild

Über den Autor: Vincent (Beamernerd)
Vincent ist Tech-Enthusiast und Beamer-Experte mit fundiertem Fachwissen aus erster Hand. Als ehemaliger Produktmanager bei einem führenden Projektor-Herstellerkennt er die Branche von innen und versteht die technischen Details, die einen guten Beamer ausmachen.
Seine Leidenschaft für Technologie und Innovation spiegelt sich in jedem Testbericht wider. Vincent kombiniert seine professionelle Erfahrung mit praktischen Tests, um dir fundierte und ehrliche Kaufempfehlungen zu geben.
Fun Fact: Vincents großer Traum ist ein eigenes Heimkino mit automatischer Leinwand – inspiriert von der Leica Cine Collection.
